Selbststudium: Grafikdesign

Wenn man so viele Ideen und tolle Gedanken hat, wie ich, dann braucht man einen Ort, an dem man sie erst mal festhalten kann ... Und dort geraten sie zu leicht in Vergessenheit - oder man hat einfach keine Zeit. Für mich ist dieser Ort ein Notizbuch, in dem ich stichpunktartig Ideen festhalte, die ich früher oder später umsetzen möchte. Eine dieser Notizen lautet "Grafikdesign lernen", damit ich meine Buchcover selbst machen kann. Einer der Gründe dafür ist, dass ich damit etwas Geld sparen kann. Der wesentlich größere Grund für mich ist, dass ich es liebe, mir selbst Dinge beizubringen (und dies schon viel zu lange nicht getan habe), von Natur aus gerne vieles selbst mache und mich weiterentwickeln möchte. So habe ich mir vor ziemlich genau zwei Jahren das Buch "Grafik und Gestaltung - Das umfassende Handbuch" von Markus Wägner zugelegt ... Dabei blieb es dann auch erstmal.


Das Ziel und der Plan

A goal without a plan is just a wish - Ich glaube, in diesem Spruch steckt mehr Wahrheit, als man vermuten möchte.

 

Also habe ich mir einen Plan gemacht. Ganz oben steht das Ziel, dass ich selbst gute Buchcover und Grafiken erstellen möchte. Außerdem noch ein weiteres Ziel, aber das ist vorerst noch geheim und trägt den Namen "Sturmleuchten". Unter diesem Namen findet ihr übrigens einen Account bei Instagram, auf dem ich von meinen Fortschritten dieses Selbststudiums berichte. Schaut also gern mal vorbei!

 

Dann habe ich mir überlegt, was ich von meinem jetzigen Stand aus alles lernen, wissen und haben muss, um dem Ziel näher zu kommen. Zunächst einmal das nötige Fachwissen über Grafikdesign, das ich mir mit dem Schinken des Herrn Wägner aneignen möchte. Habe ich die Hälfte des Buches durchgearbeitet, ist ich einen Checkpoint erreicht und eine Belohnung freigeschaltet: Ich werde mir ein Grafiktablet zulegen; es liegt schon in meinem Einkaufswagen auf Amazon bereit und erinnert mich alle paar Wochen mit einer Pushnachricht über einen Preisvorteil an mein Ziel xD

 

Nicht nur Theorie ist wichtig, sondern auch Praxis. Diese möchte ich digital und analog ausüben. Erste und einfachste Wahl ist dabei also, zeichnen zu lernen. Das beinhaltet, lockerer mit dem Bleistift umgehen zu können und auch mal Dinge aus dem Kopf zu zeichnen. Abzeichnen klappt bei mir schon immer ganz gut. Die größte Schwierigkeit habe ich mit dem abstrakten Füllen von Flächen (habe ich in einem Zeichenkurs für achäologische Artefakte an der Uni herausgefunden) und Proportionen. Dabei hilft nur üben, üben und nochmal üben. Und zwischendurch ein paar Zentangles zeichnen. Das habe ich vor ein paar Jahren ganz intensiv gemacht - eigentlich nur zur Entspannung. Digital möchte ich dann mit dem Grafiktablet, wenn es soweit ist, und Gimp arbeiten. Gimp deshalb, weil es kostenlos ist und - laut einiger Designer und dem gesunden Menschenverstand - kommt es nicht auf hochwertige Technik, sondern Übung und Fleiß an. Meine laienhaften Kenntnisse in dem Grafikprogramm möchte ich nach der Theorie mithilfe von Praxis, Trail and Error und Youtube-Tutorials aufbessern.

Meine Motivation

Natürlich kommt ein großes Stück Arbeit auf mich zu, die viel Disziplin erfordert. Aber meine Motivation ist riesig, denn im Gegensatz zum Schreiben bemerke ich hier schneller Fortschritte. Einerseits dadurch, dass das Lesebändchen von meinem Lehrbuch immer weiterwandert und an meiner Übersicht über die Lektionen, die ich nach und nach markiere, und andererseits an meinem Blick für Designtes. Nach und nach versuche ich mich jetzt schon daran, das, was ich gelernt habe, umzusetzen. Auf das Cover zu "Hippiesommer", meiner Kurzgeschichte, bin ich mächtig stolz und ich finde es super hübsch und passend und perfekt ... Vermutlich hält dieser Zustand nicht sehr lange an, da ich mich natürlich weiterentwickle, aber ich halte mich an die simple pdf-Formel: planen, durchführen, freuen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Sissi (Sonntag, 17 Juni 2018 13:13)

    Hey,
    nachdem ich mir diesen Blogbeitrag schon ewig auf Speichern gesetzt hatte, habe ich jetzt endlich gelesen und was ist passiert? Ich war motiviert genug mir das Buch (ja, ich habe es auch, allerdings nur als ebook) auf meinen Reader zu packen und plane dann sogar darin zu lesen. Bin gespannt, ob dieses Vorhaben über die Planungsphase hinausgeht.
    Als Nächstes werde ich mir mal das Sturmleuchten ansehen. Alles, um mich aus dem Depri-Sumpf rauszuziehen. Nichts tun hat schließlich auch nichts geholfen :-)
    VG

  • #2

    Tinka (Montag, 18 Juni 2018 19:31)

    Wow, das freut mich <3 Ich wünsche dir ganz viel Erfolg dabei und alles Gute :-)

    Tinka