Memo an mich selbst: dein Körper

Dein Körper ist mehr, als nur die Hülle von dir. Es ist ein Teil von dir, zeigt, wer du bist. Ein Teil, den du eine zeitlang nur als notwendiges Übel gesehen hast. Oder als ein Objekt, um mit anderen zu kommunizieren. Es war immer der Teil deines selbst, der deine Seele geschützt hat. Worte prallen aber nicht daran ab. Sie fressen sich hinein und dann, wenn man glaubt, man hätte es überstanden, dann fressen sie sich aus dem tiefsten Inneren wieder nach außen. Aus deiner Seele. Und du fragst dich, wie sie diesen Panzer nur durchdringen konnten.

Und dir wird bewusst, dass es nicht dein Körper ist, der deine Seele schützt, sondern auch er ist es, der geschützt werden muss. Er ist bieg- und formbar, doch wenn du es zulässt, dass du dich von außen beigen lässt, dann kann es sein, das du dich selbst nicht mehr wiedererkennst. Nicht nur die Augen sind der Spiegel der Seele. Es ist dein ganzes Sein.

Dein Körper trägt die Narben der Zeit. Und auch deine Seele trägt sie. Eins kann nicht ohne das andere existieren. Und irgendwann kommt der Moment, in dem einer von beiden anfängt zu flüstern und dieses Flüstern wird zu einem Schreien, wenn du nicht zuhörst.

 

Hör hin, was du dir selbst erzählst. Lass nicht zu, dass andere dich formen. Gibt niemals die Macht über dich selbst ab.

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